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Kostelka: „Vorgezogene Pensionsanpassung ist der Weg aus der Teuerungs- und Armutsfalle“

1,8 Prozent Pensionsanpassung sind völlig unzureichend, um die horrende Teuerung auszugleichen. Der Pensionistenverband unterstreicht anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit die Notwendigkeit von Sofortmaßnahmen und dass die Pensionsanpassung für 2023 vorgezogen wird!

"Immer mehr Pensionist*innen drohen angesichts einer nicht enden wollenden Teuerungswelle in die Armutsfalle zu schlittern“, warnt Pensionistenverbands-Präsident Dr. Peter Kostelka zum morgigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit: „Hier muss rasche Abhilfe geschaffen werden. Wir fordern daher ein Vorziehen der Pensionsanpassung, die möglichst schnell in Kraft treten muss, um einen gerechten Ausgleich zu den explodierenden Lebenshaltungskosten zu schaffen. Bis es so weit ist, braucht es als Sofort-Maßnahmen einen Kaufkraftsicherungs-Hunderter, 300 Euro Winterzuschuss und auch die Reduktion der Mehrwertsteuer auf Haushaltsenergie. Kostelka: „Denn der als Sofortmaßnahme verkaufte Energiekostenausgleich der Regierung ist ja bekanntlich in weite Ferne gerückt und es ist jetzt keine Zeit mehr zuzuwarten!“

Die durchschnittliche Teuerung liegt derzeit bei über 5 Prozent! Das ist der höchste Wert seit 1984. „Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erkennen, dass daher die 1,8 Prozent Pensionsanpassung völlig unzureichend sind“, betont der Präsident der größten und mitgliederstärksten Senior*innenorganisation Österreichs. „Das umso mehr“, so Kostelka weiter, „weil die angekündigten ,Entlastungsmaßnahmen‘ – bis jetzt nicht bei den Menschen angekommen sind. So warten die Pensionist*innen immer noch auf die Rückzahlung der Lohnsteuer, weil die Steuerreform noch nicht bei der Pensionsanweisung berücksichtigt ist und die Aufrollung noch nicht erfolgt ist.“

Vorgezogene Pensionsanpassung sichert Kaufkraft, hilft der Wirtschaft

„Österreichs Pensionist*innen können diese enormen Preissteigerungen nicht fast ein ganzes Jahr ‚vorfinanzieren‘“, betont Kostelka, der abschließend klarstellt: „Alle vom Pensionistenverband geforderten Maßnahmen fließen direkt wieder in die Wirtschaft. Aber dafür müssen Österreichs Pensionist*innen JETZT entlastet werden! Wir werden uns hier auch nicht mehr länger von Sozialminister Mückstein ‚vertrösten‘ lassen und erwarten, dass Bundeskanzler Nehammer bei unserem Gespräch im März den Ernst der Lage erkennt. Denn der Unmut unter den Senior*innen ist mittlerweile unüberhörbar und es muss JETZT etwas geschehen!“