Ende des Jahres will man das Anreizsystem der Öffentlichkeit präsentieren und der Regierung vorlegen. Möglich ist auch, dass es verschiedene Modelle geben wird.
"Wir hören immer wieder, dass wir länger arbeiten müssen, bzw. dass das Antrittsalter erhöht werden muss. Gleichzeitig erleben wir aber, dass Unternehmen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und ältere Arbeitnehmer abbauen bzw. nicht einstellen", betont PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer. "Wer länger arbeiten soll, muss auch länger arbeiten dürfen.“ Daher braucht es ein Bonus-Malus-System, das "klar definiert, welche Unternehmen einen Beitrag leisten und welche noch einen leisten sollen".
Anreizsystem soll "aufkommensneutral" sein.
Wichtig ist, dass es aufkommensneutral sein muss. Unternehmen mit einem hohen Anteil an Beschäftigten über 60 Jahre könnten dann geringere Beiträge zahlen als jene mit weniger Arbeitnehmern in dieser Gruppe, erläuterte Mayrhuber: "In Summe würde sich das Aufkommen nicht verändern, die Unternehmen aber unterschiedlich Beiträge leisten." Auch verwaltungstechnisch wäre das einfach zu administrieren, weil jede Sozialversicherungsnummer das Geburtsdatum enthält.
Es braucht Maßnahmen um ältere Beschäftige länger im Erwerbsleben zu halten
Klar ist: Es braucht einfach Maßnahmen, um ältere Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten. Die Arbeitsmarktzahlen bei den Älteren sind alarmierend und die Lage wird immer schlimmer. Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hierzulande gehört der Altersgruppe 55plus an, während jedoch der Anteil älterer Menschen an den unselbstständig Erwerbstätigen bei rund 17 Prozent liegt, erklärte Mayrhuber. Zudem habe jemand, der mit 60 seinen Job verliert, kaum eine Chance auf einen Wiedereinstieg.
