Birgit Gerstorfer erinnert daran, dass die Pensionsanpassung 2026 im Schnitt unter der Inflation liegt und viele Ältere gleichzeitig mit höheren Abgaben und massiver Teuerung konfrontiert sind: „Die ältere Generation hat dieses Budgetloch nicht verursacht – aber sie soll es offenbar schon wieder stopfen. Das werden wir nicht zulassen.“
Laut Budgetdienst leisten die Pensionist*innen mit Teilpension, Reform der Korridorpension, höheren Krankenversicherungsbeiträgen und gedeckelten Pensionsanpassungen bereits rund 8,4 Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode für das Budget. „Das ist ein Mammut-Beitrag, den keine andere Gruppe in diesem Ausmaß getragen hat. Wer jetzt noch einmal bei den Pensionen kürzen will, wählt den bequemsten, aber unfairsten Weg. Die Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht der Bankomat der Nation“, sagt Ingrid Korosec.
Volle Anpassung statt Kürzungen für Gegenfinanzierungen
„Die volle Inflationsabgeltung ist kein Geschenk, sondern Vertrauensschutz nach jahrzehntelanger Arbeit“, betont Gerstorfer. „Wer nach 8,4 Milliarden zusätzlichem Beitrag noch einmal bei den Pensionen ansetzt, zerstört das Vertrauen in unser Pensionssystem. Die Regierung muss klar sagen: Bei den Pensionen wird im Doppelbudget nicht neuerlich gespart.“ Der Seniorenrat erteilt allen Plänen eine klare Absage, Pensionskürzungen zur Finanzierung von Lohnnebenkostensenkungen oder anderer Entlastungspakete heranzuziehen. „Die Entlastung der arbeitenden Menschen ist richtig – aber sicher nicht, indem man Jung gegen Alt ausspielt und die Pensionist*innen zur Gegenfinanzierung herhalten sollen“, warnt Korosec.
