Mit dem heute veröffentlichen VPI-Bericht Juli 2026 der Statistik Austria und einer Inflation von 2,8 Prozent im Juli ist nun klar: Alle gesetzlichen Pensionen, deren Wertsicherung bisher garantiert war, werden im kommenden Jahr real gekürzt. Der maßgebliche Koeffizient für die gesetzliche Anpassung, der sich aus den Inflationswerten von August 2025 bis Juli 2026 ergibt, beträgt 3,4 Prozent. Die Erhöhung wird aber maximal 3,3 Prozent betragen. Daher fordert der Pensionistenverband (PVÖ) Vorarlberg Nachbesserungen.
Während Pensionen bis zur Höchstbemessungsgrundlage um 2,95 Prozent angehoben werden und alle darüber um einen Fixbetrag, erhalten Mindestpensionisten 3,3 Prozent. Bei den damaligen Verhandlungen mit der Regierung habe sich der Pensionistenverband (PVÖ) Vorarlberg, nachdem die letzthin beschlossene Erhöhung ohne Zustimmung der Pensionistenvertreter entschieden wurde, stark dafür eingesetzt, zumindest den Anpassungswert für Ausgleichszulagenempfänger und Kleinpensionisten per Entschließungsantrag auf den gesetzlichen Wert von nunmehr 3,4 Prozent zu bringen. Obwohl es damals keine Zusage gab, erwartet sich der Vorarlberger PVÖ-Landespräsident Manfred Lackner dazu zumindest eine Gesprächsrunde mit den Parlamentsparteien und Regierungsvertretern. „Es genügt nicht, wenn die Regierung ihre Maßnahmen ständig so darstellt, dass Belastungen sozial gerecht verteilt werden. Hier kann sie es auch zeigen“, so Lackner.
Angesichts der zahlreichen Unsicherheiten müsse das Pensionspaket zum Doppelbudget nochmals diskutiert werden. „Die Inflation will sich partout nicht an die Stocker’sche Vorgabe von 2 Prozent halten, obwohl permanent Löhne, Gehälter und Pensionen real sinken, weshalb wir nicht umher kommen werden, die Wertsicherung nochmals zu diskutieren“, so Lackner abschließend.
