Gestern hieß es für 28 abenteuerlustige Senioren der Ortsgruppe Doppl-Hart: „Der Berg ruft!“ Pünktlich um 8 Uhr rollte der Bus in Doppl los, und für eine kleine Sensation war bereits beim Einsteigen gesorgt – wir hatten zum ersten Mal eine Buslenkerin am Steuer. Dass Frauen am Steuer ein Garant für Sicherheit sind, bewies sie souverän auf der kurvenreichen und steilen Auffahrt zur Reiteralm. Im Bus wurde es zwar zwischendurch so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, was aber wohl weniger an mangelndem Gesprächsstoff, sondern eher an den atemberaubenden Tiefblicken und den engen Kehren lag.
Oben auf ca. 1.740 Metern angekommen, erwartete uns ein wahres Naturschauspiel: Die Hänge der Reiteralm leuchteten in kräftigem Rot, da der Almrausch gerade seine volle Pracht entfaltete.
Ein Fest für die Seele und die Ohren Der offizielle Startschuss fiel um 11:00 Uhr mit einem ökumenischen Berggottesdienst direkt am idyllischen Reiteralmsee. Umrahmt von den feierlichen Klängen des Pichler Bläserquartetts und inmitten der blühenden Alpenrosen, war dies ein Moment zum Innehalten.
Nach dem Segen verwandelte sich die Alm in eine einzige große Bühne. Bei der Eiskarhütte, der Gasselhöhe-Hütte und der Reiteralmhütte wurde mit volkstümlicher Live-Musik zünftig aufgespielt. Ein besonderes Highlight waren die Schuhplattler und die Tanzgruppe aus der Ramsau, die bei den Hütten mit ihren flotten Einlagen für Begeisterung sorgten.
Zwischen Wanderschuhen und Krapfenbuffet Während eine kleine, besonders sportliche Gruppe die etwa 45-minütige Wanderung zum berühmten Spiegelsee in Angriff nahm, um das klassische Fotomotiv mit der Almrauschblüte festzuhalten, ließen es andere gemütlicher angehen. Wer die Waden schonen wollte, nutzte das kostenlose Wandertaxi, das bequem zwischen den Hütten und der Bergstation des Preunegg Jets verkehrte.
Kulinarisch kam natürlich niemand zu kurz. Die heimischen Bäuerinnen lockten mit einem verlockenden Krapfenbuffet, und auch steirische Klassiker wie Käsekrainer oder das „kühle Nass“ unter den Sonnenschirmen fanden reißenden Absatz. Um 14:30 Uhr stieg die Spannung noch einmal bei der großen Verlosung an der Reiteralmhütte, wo es tolle Preise wie Saisonskipässe oder Alpin-Ski zu gewinnen gab.
Pünktlich wie die Maurer Wie vereinbart fanden sich um 16 Uhr alle 28 Teilnehmer wieder am Bus ein – pünktlich auf die Minute, wie es sich für Profi-Reisende gehört. Auf der Heimfahrt wurde gelacht, geplaudert und die frischen Eindrücke der blühenden Berge ausgetauscht. Ein herzliches Dankeschön an Hilde und Franz Trausner, sowie unsere furchtlose Buslenkerin, die uns nach diesem erlebnisreichen Tag wieder sicher nach Hause brachte!
Es war ein Fest, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird – eine perfekte Mischung aus Tradition, Natur und gemütlichem Beisammensein.






































