Bei regnerischem Wetter machten sich knapp 30 Mitglieder unserer Ortsgruppe am Donnerstag, den 26 März auf dem Weg, um zwei bekannte Museen im oberösterreichischen Traunviertel zu erkunden. Bereits um 09:30 Uhr begann im Papiermachermuseum in Steyrermühl eine spannende Erlebnisreise durch die „alte Fabrik“, in der über 100 Jahre Papier und Zellstoff erzeugt wurde. Auf anschauliche und lebendige Weise vermittelten uns die fachkundigen Museumsguides nicht nur die historische Papiererzeugung von den Anfängen bis zur Gegenwart, sondern gaben auch einen eindrucksvollen Einblick, in die oft harten Lebens- und Arbeitsbedingungen der damaligen Arbeiterfamilien. Kinder mussten schon in sehr jungen Jahren arbeiten, oft bereits ab acht Jahren. Sie verrichteten in der Fabrik einfache, jedoch körperlich anstrengende Tätigkeiten, etwa beim Sortieren von Materialien oder an Maschinen. Die Arbeiterfamilien lebten meist in kleinen beengten Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur Fabrik. Ihr Alltag war stark von der Arbeit bestimmt und es gab kaum Schutz oder Unterstützung bei Krankheiten oder Unfällen. Die Arbeitsbedingungen waren äußerst hart und häufig gesundheitsschädlich. Das Museum machte eindrucksvoll deutlich, wie schwierig das Leben früher war und wie sehr sich Arbeits- und Lebensbedingungen bis heute verbessert haben.
Hungrig von all den Eindrücken und Entdeckungen ging es anschließend mit dem Bus weiter nach St. Konrad, wo wir im Wirtshaus am Kranichsteig eine „Kesselheiße mit frisch gezapften Gerstensaft“ genossen. Nach einer gemütlichen Pause und gut gestärkt, folgte das nächste Highlight des Tages: „Das Klo & So“ in Gmunden. Dort wurde uns auf ebenso unterhaltsame wie informative Weise die kulturhistorische Geschichte der Gebrauchskeramik nähergebracht und die Geschichte rund um das „stille Örtchen“ auf originelle Weise erzählt.
Insgesamt erwies sich Tagesausflug als rundum gelungenes kulturelles Erlebnis, das alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer - trotz Schneesturm, Regen und Wind - nachhaltig begeisterte.
