Über St. Pölten und Traisen erfolgte unsere Anreise durch das wildromantische Höllental nach Kaiserbrunn. Von dort startet der „1. Wiener-Wasserleitungsweg“, der entlang des Flusses Schwarza verläuft. Wer da aber sich vorstellt, einen gemütlichen Spaziergang zu machen, der liegt falsch. Etwas Trittsicherheit ist schon nötig. Es gibt einige mit Ketten gesicherte Passagen, Stahlstiegen und Brücken, aber auch Abschnitte auf bequemen Waldwegen, vorbei an Stolleneingängen und Höhlen. Die Schwarza lädt auch zum Baden ein. Ab Hirschwang wurde uns dann sommerlich heiß, da wir den Wald verlassen haben und nicht weit weg von der Höllentalbundesstraße nach Reichenau wandern mussten. Nach 3 Stunden Wanderung waren wir froh, das Bistro 27 in Reichenau zu erreichen. Das Mittagessen haben wir uns wahrlich verdient. Besten Dank an Edi, der für unsere Chauffeure den Taxidienst übernahm, um die Autos in Kaiserbrunn abzuholen. Anschließend ging es dann weiter zum Einchecken ins Hotel Payerbacher Hof in Payerbach.

© PV Reichenau-Haibach-Ottenschlag
Wanderurlaub vom 22. bis 25. Juni 2026
Vier herrliche abwechslungsreiche Tage im Semmering-RAX-Gebiet
Den zweiten Tag widmeten wir dem Semmering und dem Bahnwanderweg. Ab Bahnhof Payerbach-Reichenau ging es mit der Eisenbahn ca. eine halbe Stunde hinauf auf den Semmering. Über 160 Jahre ist sie alt, die Semmeringbahn. Sie war 1854 die erste Gebirgsbahn der Welt und wurde 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Wir wandern vom Bahnhof Semmering nach Breitenstein. Vom 20-Schilling-Blick – die 20-Schilling-Banknote zeigt auf der Rückseite genau diesen Ausschnitt der Semmeringbahn: das markante Kalte-Rinne-Viadukt, die Polleroswand und die Rax im Hintergrund. Auf der Vorderseite dieses Geldscheines befindet sich das Bildnis des Erbauers Carl Ritter von Ghega. Beim Bau der Semmeringbahn zwischen 1848 und 1854 waren bis zu 20.000 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt. Wir genossen die 10 km lange Wanderung vorbei an imposanten Viadukten und schönen Aussichtplätzen. Ab Bahnhof Breitenstein fuhren wir mit der Semmeringbahn wieder zurück nach Payerbach.
Den dritten Tag verbrachten wir auf der RAX. Mit der Seilbahn, die heuer ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, ging es hinauf auf 1545 m Seehöhe. Nicht wie man vermuten könnte im Westen Österreichs, sondern im Gemeindegebiet von Reichenau wurde die erste Personen-Seilbahn Österreichs erbaut. Und der Besucherandrang an der Talstation am Vormittag war groß. Viele hatten das gleiche Ziel wie wir – hinauf auf die Rax. Die Seilbahn-Auffahrt dauert nur 8 Minuten. Ab Bergstation wanderten wir vorbei am Gatterlkreuz, über den Praterstern zur Höllentalaussicht. Von hier hat man einen beeindruckenden Blick in die zerklüftete Schlucht des Höllentals. Weiter gingen wir dann zum Ottohaus, wo wir unsere Mittagseinkehr auf 1644 m Seehöhe im Gastgarten hielten. Herrlich blühen die Alpenwiesen, auch Edelweiß entdeckten wir. Der Besuch auf der Rax war eine Zeit des Genießens.
Unsere zwei E-Biker entdeckten das Gebiet rund um Reichenau an der Rax mit dem Fahrrad. Auch sie konnten schöne Eindrücke von Reichenau an der Rax, von den Semmering-Zauberberg-Villen und vom Haßbachtal mit nach Hause nehmen. Aber für einen Radurlaub ist diese Gegend nicht ganz die optimale.






Rasch ging die Zeit vorbei. Mit unserem Hotel Payerbacher Hof haben wir eine gute Wahl getroffen und ich kann das Hotel nur wärmstens weiterempfehlen. Die heißen Spätnachmittage und auch die Abende verbrachten wir im Gastgarten unter Bäumen, das Essen war gut, die Bedienung freundlich, Zimmer schön und selbst das Fußballspiel Österreich gegen Argentinien konnten wir auf einer riesigen Leinwand uns anschauen.
Am vierten Tag fuhren einige von uns dann noch nach Gloggnitz in die Lindt Factory und deckten sich mit Süßem ein. Anschließend war Rückreise angesagt.
Danke an alle Teilnehmer und an Wanderreferenten Sepp für den schönen und abwechslungsreichen Wanderurlaub.