Wanderung auf dem „Sieben-Mühlenweg“ entlang der Ager
Auf einer Länge von ca. 5 km gab es insgesamt 7 Mühlen, von denen die letzte 1983 ihren Betrieb einstellte. Die erste urkundliche Erwähnung von 2 Mühlen findet sich in einer Urkunde des Klosters Mondsee aus dem Jahre 807 !
Wir starteten bei der Wengermühle, erstmals beurkundet im 15. Jahrhundert, in der heutigen Form erbaut um etwa 1850 von Franz und Therese Wenger. Sie ist ein Beispiel für die Mühlenarchitektur des 19. Jahrhunderts und zeugt von der Bedeutung, die damals solche Mühlen hatten, aber auch vom Wohlstand ihrer Besitzer. Die Wengermühle steht unter Denkmalschutz.
Unser Weg führte uns weiter flussaufwärts Richtung Schörfling, vorbei an der Stinglmühle, an der auch ein Sägewerk mit einer sogenannten Augsburgersäge betrieben wurde, die durch ein großes oberschlächtiges Wasserrad angetrieben wurde. Die riesigen Zahnräder am Wegesrand erinnern noch daran.
Die letzte Mühle auf dem Weg nach Schörfling ist die Raudaschlmühle, 1894 vom Papierindustriellen Emil Hamburger gekauft und in die Papierfabrik AG eingegliedert. Vielen von uns ist dieser Name noch bekannt als großer Sägewerksbetrieb, der bis 1989 im Besitz der Lenzing AG war. 2012 wurde dieser Holzverarbeitungsbetrieb eingestellt.
Wer sich für weitere historische Details und die Beschreibung aller ehemaligen Mühlen interessiert, kann die Internet-Seite von „atterwiki“, dem Wissensforum rund um den Attersee, aufrufen und nach dem Artikel „Siebenmühlen“ suchen. Wichtig zu wissen ist auch, dass heute die Staustufen der ehemaligen Mühlen für Kleinwasserkraftwerke genutzt werden und sauberen Öko-Strom erzeugen.
Natürlich durfte eine Einkehr im Klimt-Cafe in Schörfling nicht fehlen, bevor wir uns gut gestärkt wieder auf den Heimweg entlang der glasklaren Ager machten.

© PVTim
Wandernachmittag
Wir wanderten mit Monika Schwamberger am 21.05.2026 am Mühlenweg entlang der Ager mit ihrem klaren Wasser, das direkt aus dem Attersee kommt.