Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Teilhabe, neue Impulse und mehr Lebensqualität für Senior*innen.

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Eine gute Zukunft braucht Erfahrung - Klare Impulse des PVÖ-Wien zum Monat der Senior*innen
Harry Kopietz, Landespräsident des PVÖ-Wien, appelliert, beim Älterwerden auch jene Herausforderungen in den Blick zu nehmen, die oft unsichtbar bleiben – allen voran die Alterseinsamkeit. Gleichzeitig setzt Ilse Fitzbauer ebenfalls Mitglied des PVÖ-Wien Präsidiums, im kommenden „Monat der Senior*innen“ ein klares Zeichen gegen überholte Altersklischees und für ein positives, selbstbestimmtes Älterwerden.
„Einsamkeit im Alter ist oft unsichtbar. Gerade deshalb müssen wir aufmerksam bleiben. Es reicht nicht, viele Angebote zu haben – wir müssen Menschen auch erreichen, sie ansprechen und ihnen den ersten Schritt erleichtern. Meine wichtigste Botschaft lautet: Niemand soll im Alter das Gefühl haben, allein gelassen oder nicht mehr gebraucht zu werden. Der PVÖ-Wien versteht sich deshalb nicht nur als Veranstalter, sondern als Gemeinschaft und Interessenvertretung. Wir wollen zuhören, unterstützen, verbinden und dafür sorgen, dass Seniorinnen und Senioren mitten im gesellschaftlichen Leben bleiben“, so Harry Kopietz.

Nicht an den Rand drängen lassen
„Älterwerden ist eine Entwicklung, die uns alle betrifft“, so Ilse Fitzbauer weiter: „Ich möchte, dass wir endlich anders über das Älterwerden sprechen. Älter zu werden bedeutet nicht, sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen. Im Gegenteil: Ältere Menschen verfügen über ein enormes Maß an Erfahrung, Wissen und Lebenskompetenz. Dieses Wissen ist für unsere Gesellschaft heute und für die kommenden Generationen von unschätzbarem Wert. Wir sollten deshalb nicht ständig darüber reden, was ältere Menschen angeblich nicht mehr können. Wir sollten darüber reden, was sie können, was sie beitragen und was sie noch bewegen wollen und können.“, so Fitzbauer.

Drei Schwerpunkte für ein gutes Leben im Alter,
die für die Generation 55+ in den nächsten Jahren entscheidend sind:
1. Selbstbestimmt älter werden
Ältere Menschen sollen mitreden, mitgestalten und mitentscheiden können. Dazu gehört für Fitzbauer auch ein Senior*innenparlament auf Wiener Ebene – ein Anliegen, das bereits vom langjährigen Präsidenten Harry Kopietz initiiert wurde. Die Erfahrung, das Wissen und die Resilienz älterer Menschen sollen stärker für die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft genutzt werden.
2. Sicher und gerecht älter werden
Pension, Gesundheit und Pflege sind zentrale Voraussetzungen für Lebensqualität im Alter. Ein besonderer Schwerpunkt gilt der Pensionsgerechtigkeit für Frauen. Ältere Menschen müssen ihre Rechte kennen, Zugang zu guter Beratung haben und mit ihren Anliegen ernst genommen werden. Der Pensionistenverband ist hier eine wichtige Stimme – sachlich, unabhängig und nahe an den Menschen.
3. Zukunft im Dialog
Bildung, Digitalisierung und neue gesellschaftliche Entwicklungen bieten Chancen, bringen aber auch Herausforderungen. Mit einem PVÖ-Think-Tank und Projektgruppen will Fitzbauer neue Impulse für die Generation 55+ setzen und den Austausch mit den nächsten Generationen stärken.
„Viele Fragen, die ältere Menschen heute beschäftigen, sind die Fragen von morgen. Deshalb wollen wir nicht nur über die Generation 55+ sprechen, sondern gemeinsam mit den nächsten Generationen Zukunft gestalten,“ so Fitzbauer abschließend.
PVÖ-Wien | Eiselt